"Gedern entdecken"

Gelungener Auftakt der Gederner Kulturtage. Sie können das Gederner Mal- und Lesebuch telefonisch bestellen unter 06045-2834 oder über den Button "Kartenvorbestellung". mehr »

Bericht

Irische Impressionen genossen

Irlandreise des Kulturkreises Gedern war voller Erfolg

pd- Sehr unterhaltsam und abwechslungsreich war die 8-tägige Irlandreise des Kulturkreises Gedern. Darüber waren sich alle 29 Teilnehmer einig. Auch das Wetter in Irland, das fast jederzeit für einen Regenschauer gut ist, zeigte sich den Vogelsbergern wohl gesonnen. Bei leichtem, manchmal auch kräftigerem Wind konnte die Reisegruppe viel Sonne gemischt mit Wolken und ab und an auch etwas Regen genießen.

Am Montag, 7. Mai, startete die Gruppe mit einem Bus in Gedern Richtung Rhein-Main- Airport, wurde in Büdingen und Bönstadt von weiteren Teilnehmern verstärkt, und kam nach einem zweistündigen Flug um 11.50 Uhr westeuropäischer Sommerzeit in Dublin an. Dort wurde sie schon von Eckhard Ladner, dem deutschstämmigen, aber schon lange in Irlands Südwesten beheimateten Reiseleiter erwartet. Eckhard entpuppte sich als wahrer Wunderknabe: Er lenkte selbst den Bus, konnte mit interessanten Berichten über Irlands Geschichte wie auch die heutigen Verhältnisse aufwarten, kannte interessante Pubs für ein abendliches Guiness und wusste darüber hinaus mit spannenden Anekdötchen die Gruppe bei bester Laune zu halten.

Die ersten drei Tage der Reise waren Dublin und Umgebung vorbehalten. Das Hotel Esplanade direkt am Atlantik in Bray etwas südlich Dublins bot Gelegenheit zu abendlichen Spaziergängen. Die Mischung von Besuchen in Gärten oder Parks einerseits und Kirchen und anderen geschichtlichen Orten zum anderen war gut dosiert. So besuchte man die St. Patricks Kathedrale, in der Jonathan Swift von 1713 bis 1745 Dekan war, das Trinity College mit seiner großen Bibliothek und dem Book of Kells, aber auch den kleinen Garten von Helen Dillon, die im englischsprachigen Raum als Gartengestalterin und Buchautorin große Bekanntheit genießt. In der Grafschaft Wicklow wurde mit dem Powerscourt Garden einer der schönsten Parks bei einem langen Spaziergang erkundet. Am letzten der drei Tage konnte die Reisegesellschaft nördlich Dublins dann das 5000 Jahre alte Ganggrab von Newgrange, ein Glanzstück der Megalith-Architektur besuchen. Die gesamte Anlage in Form eines grasbewachsenen Steinhügels hat einen Durchmesser von mehr als 80 Metern und eine Höhe von 11 Metern. Mellifont Abbey, Ruinen eines 1142 von Zisterziensern gegründeten Klosters, und Monasterboice, Standort einiger der am besten erhaltenen und schönsten Hochkreuze Irlands, waren weitere Stationen dieses geschichtlich geprägten Tages.

Es folgten sodann drei Tage in Irlands Südwesten. Auf der Fahrt dorthin erfolgte ein Abstecher zur sog. irischen Akropolis, dem Rock of Cashel mit seiner ins frühe 12. Jahrhundert zurückreichenden Cormac’s Kapelle. Von Killarney aus wurden der Ring of Kerry und die Dingle Halbinsel erkundet. Dabei besuchte man u.a. Staigue Fort, eine der mächtigsten und eindrucksvollsten keltischen Ringfesten, und Slea Head, den westlichsten Punkt Europas. Die gelegentlichen Regenschauer bewirkten eine klare Luft, sodass die Inseln vor der Küste wie auch die abwechslungsreiche Landschaft bei kurzen Spaziergängen in der Sonne herrliche An- und Ausblicke boten. Am 7. Reisetag erlebte die Reisegruppe dann die Jameson-Whiskey-Brennerei nahe Cork und fuhr zurück Richtung Dublin, wobei noch eine Besichtigung der Normannenfeste Kilkenny Castle auf dem Programm stand. Am 8. Tag wurde mit dem Browne’s Hill Dolmen der größte Dolmen (Grab der Jungsteinzeit) Europas und mit dem Moone High Cross ein einzigartiges Hochkreuz aus dem 8. Jahrhundert besucht, bevor auf der Halbinsel Howth mit einem Blick auf die Bucht von Dublin Abschied von Irland genommen und der Heimflug angetreten wurde.

Der Kulturkreis wird den Kontakt nach Irland weiter pflegen. Die keltische Geschichte bietet Anknüpfungspunkte zum am Glauberg geplanten Keltenmuseum, die z. B. durch einen Gegenbesuch Eckhard Ladners anl. seiner regelmäßigen Vortragsreisen in Deutschland vertieft werden können. Aber auch eine weitere Irlandreise, die dann den Westen oder Norden des Landes zum Ziel haben könnte, wird mittelfristig erwogen.